Quooker – Kochendes Wasser aus dem Hahn

Ihr habt es sicher in den letzten Tagen mitbekommen, ich habe mir endlich den Traum von einer schönen Küche erfüllt.

Meine neue Küche ist modern und praktisch gestaltet. Leichte Auszüge, die sich selbst schließen statt klappernder Schränke, eine Backofen in Augenhöhe, damit das lästige Bücken entfällt, ein Kombi Kühl-Gefriergerät, damit man nicht für jedes Gefrierteil in den Keller rennen muss.

Da alles jetzt modern und einfacher sein sollte, musste der Fortschritt auch beim Wasserhahn einkehren.

 

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Quooker – Der kochend-Wasser-Hahn

Ein kochend-Wasser-Hahn? Was ist denn das? 

Kurz erklärt, ist es der Wasserkocher in deinem Wasserhahn. Nur, dass du das Wasser nicht erst einfüllen und kochen musst, denn das passiert automatisch.

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Hier ein Bild meiner alten Küche. Ein ganz normaler Wasserhahn und wenig Arbeitsfläche.

Wollte man heißes Wasser für Tee, eine Wärmflasche oder zum Kartoffeln kochen, musst man erst den ( meist verkalkten ) Wasserkocher aus dem Schrank holen.
Einige Sachen zur Seite räumen, Wasser einfüllen und darauf warten, dass das Wasser endlich kocht. Oft habe ich mir zweimal überlegt, ob ich wirklich gerade Lust auf eine Tasse Tee hatte.

 

Aber jetzt kommt die Revolution. Ab sofort kommt mein heißes Wasser sofort aus dem Wasserhahn.

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Kein Wasserkocher notwendig, kein Warten. Einfach den Wasserhahn aufdrehen.

Ich finde den Quooker so genial, dass ich ihn euch in mehreren Berichten vorstellen möchte.
Heute fangen wir ganz am Anfang an: Der Idee, die Umsetzung und die Technik.

 

Die Idee:

Schon 1970 hatte Dipl.-Ing. Henri Peteri die Idee, dass einem direkt kochendes Wasser zur Verfügung stehen sollte.
Die Idee kam nicht von ungefähr, den bis zu diesem Datum war er an der Entwicklung der Instantsuppe beteiligt.

Hier fehlte zur Suppe nur noch das kochende Wasser. Er verließ den Konzern und bastelte an seiner Idee, die zu einer Lebensaufgabe werden sollte.

 

Die Geschichte:

1973 verkaufte er dann die ersten Prototypen des Quookers an Freunde und Bekannte. Alle waren begeistert.

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Dann ging ihm leider das Geld aus ( Entwicklung ist teuer ) und so ruhte das Projekt. Er ließ sich seine Idee patentieren, Henri Peteri war der Erste, der 100° heißes Wasser aus einem Hahn laufen lies.

1985 machte er dann mit seinem Sohn Niels weiter, der sich mit neuen und frischen Ideen einbrachte.

1992 brachte Niels Peteri dann die erste Hahnreihe auf den Markt.

1993 stieg auch Sohn Walter mit ein, der dem Projekt als Jurist auch kommerziell auf die Beine half.

1995 wurde das erste Gebäude gebaut, indem der Quooker produziert werden sollte.

2000 entstand der Quooker VAQ, ein Hochvakuum-Isolations-Reservoir. Endlich wurden auch die ersten Gewinne erzielt.

2007 verstarb der Erfinder Henri Peteri.

2009 erhielten die Brüder Nils und Walter den Ernst&Young Unternehmer Preis.

 

Wie funktioniert der Quooker:

Ein Quooker besteht aus zwei Teilen: Oben an der Spüle befindet sich der spezielle Wasserhahn. Diesen gibt es inzwischen in 8 Modellen und drei Oberflächen.

Unter der Spüle befindet sich ein Wasserreservoir, der das Wasser kocht und heiß hält.

 

Quooker

Heißes Wasser – Ist das sicher?

Gerade wer kleine Kinder hat, denkt sicher zuerst an Verbrühungen durch heißes Wasser.

Der Quooker hat einen kindersicheren Bedienknopf. Man muss ihn drehen und gleichzeitig Drücken, sonst kommt kein heißes Wasser heraus.

Die Hähne sind doppelwandig, so dass man sich auch nicht an dem Auslauf verbrennen kann.

Zur Sicherheit kommt das heiße Wasser auch nicht als voller Strahl aus dem Hahn, sondern in Tröpfchen. So kann man die Hand zurückziehen, bevor man sich verbrennt.

Man muss den Bedienknopf für heißes Wasser bewusst drehen und drücken, so ist es ausgeschlossen, dass man in Gedanken kochendes Wasser statt warmen Wasser nimmt. Zudem zeigt ein Leuchtring an, dass kochendes Wasser gewählt wurde.

 

Braucht sowas nicht unheimlich viel Energie?

Nein, die braucht es nicht. Das Wasserreservoir verfügt über eine Hochvakuum-Isolation. So verbraucht man im Standby Modus nur 87,6 kwh/Jahr, das entspricht ca. 23 € pro Jahr ( Modell Pro 3 ).

Das heiße Wasser muss nicht erst über lange Leitungen in die Küche gelangen, es ist gleich direkt unter der Spüle. So spart man Wasser und Energie.

Der Quooker mit dem Combi Reservoir spart gegenüber anderen Kochend-Wasser-Hähnen bis zu 60% Energie und wurde mit dem Energielabel A ausgezeichnet. Der jährliche Verbrauch liegt bei ca. 511 kWh im Jahr.

 

Ist das Gerät laut, schließlich kocht das Wasser ja ständig?

Lediglich beim Ein- und Ausstellen ist ein leichtes Klicken hörbar, ansonsten ist das Gerät geräuschlos.

Das Wasser wird zwar auf 110° erhitzt, aber der Wasserleitungsdruck stellt sicher, dass das Wasser nicht sprudelt und Lärm macht.

 

Welche Wartung kommt auf mich zu?

Der Quooker braucht lediglich alle 5 Jahre gewartet zu werden. Das hängt natürlich von der jeweiligen Wasserhärte ab.

Die Wartung kann man ganz einfach selbst durchführen, dazu gibt es eine Anleitung und man kann das Hilfswerkzeug dazu bei Quooker anfordern.

 

Das Design der Wasserhähne

Wie bereist erwähnt, gibt es den Wasserhahn in 8 Modellen. Hier mal ein paar Beispiele:

 

Jedes Modell ist in verchromt glänzend, verchromt gebürstet und Voll-Edelstahl erhältlich.

Der Preis:

Natürlich hat gute Qualität seinen Preis. Mit dem Quooker erhält man ein hochwertiges, sparsames und sicheres Gerät.

Je nach Ausführung beginnt der Preis bei 975 € für den Wasserhahn Basic in verchromt glänzend plus dem PRO3 VAQ Reservoir.

 

Was man mit dem Quooker nun alles anstellen kann, ob er sich überhaupt lohnt und wie sich die Arbeit in der Küche damit verändert, das erfahrt ihr alles in den nächsten Berichten.

 

Seid ihr nun neugierig geworden und möchtet sofort nähere Informationen, dann besucht doch die Quooker Webseite oder auch die Facebookseite.

 

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11 Comments. Leave new

[…] meinem ersten Bericht habe ich euch den Kochend Wasser Hahn vorgestellt. Aus ihm kommt kochendes Wasser auf […]

Antworten

Herje, das wäre ein Traum für mich ungeduldige Teetrinkerin…. Leider wird es ein Traum bleiben, da für mich unbezahlbar :( Ich wünsch dir viel Spaß mit dem Teil.
LG Brigitte

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Der Preis ist schon heftig, da muss man erst mal das nötige Kleingeld übrig haben. Vielleicht klappt es ja doch irgendwann mal.
LG Susanne

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Das ist ja wirklich eine klasse Erfindung und sehr handlich, für diesen Preis würde ich allerdings doch lieber weiterhin den Wasserkocher verwenden ;-) LG Caro

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Ja bei dem Preis muss man sich das schon sehr überlegen. Aber klasse ist der Quooker wirklich. Ich verliebe mich jeden Tag mehr in ihn.
LG susanne

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Das hört sich praktisch an. Aber mich würde der Preis abschrecken. LG

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wow der preis ist nicht ohne, aber die idee find ich super!
liebe grüße!

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Ja mir fallen jeden Tag neue Dinge ein, die ich damit machen kann. Ist schon super praktisch.
LG susanne

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Wirklich mehr als praktisch, das schau ich mir mal genauer an. LG Romy

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Hallo Sanne,
wieder einmal ein toller Bericht.
Ich finde den Quooker echt interessant.
In meiner Küche gibt es nur einen Kaltwasseranschluss. Bislang hatte ich also ein „Niederdruck-Untertischgerät“ mit dem ich warmes Wasser bekommen habe. Könnte ich dies durch einen Quooker ersetzen? Und wie groß sind die verschiedenen Reservoirs?
Bin schon sehr gespannt auf deine weiteren Berichte!
LG
Maren

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Hallo Maren,

mein Reservoir ist für Warm-und Kaltwasserleitungen gedacht. Du würdest dann den Combi benötigen, der braucht nur Kaltwasser. Der hat ein Volumen von 7 Liter Wasser, da er ja mischen muss.
Mein Reservoir hat nur 3 Liter, da er nur kochendheißes Wasser ausgeben muss.
In meinem nächsten Bericht erkläre ich die Installation und die versch. Reservoirs.
Wenn du noch Fragen hast, melde dich einfach, dann gehe ich auch darauf ein.
Liebe Grüße
Susanne

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