Blogg dein Buch – Das Erziehungs-Chaos

Für Blogg dein Buch durfte ich ein Buch lesen und eine Rezension darüber schreiben. Ich habe mich für „Das
Erziehungchaos“ von Jürgen Holtkamp aus dem Butzon-Bercker Verlag entschieden.
Ich habe mich für dieses Buch interessiert, da ich 2 Kinder
im Alter von 11 und 14 Jahren habe. Hier fängt es so langsam an, dass man sich
Gedanken über die Erziehung macht. Bisher lief das Ganze ja eher von alleine. Ich habe gehofft, durch dieses Buch ein paar Tipps zu bekommen,die ich in meinem Alltag umsetzen kann.
Ich hatte auf eine lockere, eher lustige Schreibweise
gehofft, aber ganz das Gegenteil war der Fall.
Das Buch ist eher nüchtern und trocken geschrieben, mit
vielen Fachausdrücken, auf die ich irgendwie gar keine Lust hatte. Es werden
z.B die verschiedenen Erziehungsstile beschrieben. 
Da ist dann die Rede von
autokratischem, egalitären, permissiven, laissez-faire und negierenden
Erziehungsstil die Rede,  vom Milieu der
Perfomer, vom expeditivem Milieu, adaptiv-pragmatisches Milleu usw. 
Spätestens
hier habe ich dann aufgegeben. Ich wusste im Folgenden nicht mehr, vom welchem Stil hier gerade die Rede ist, ohne die jeweiligen Fachausdrücke nachzuschlagen.
Dabei fing alles eigentlich ganz gut an. Im ersten Kapitel
gab es noch einige Denkanstöße, die mich noch länger beschäftigt haben.
Wie es z.B. in vielen Kindheiten war. Man wohnte in einer Siedlung, Spielplatz direkt vor der Tür, eine
Tante und/oder Oma direkt in der Nachbarschaft.
Die Nachbarn kannten sich ganz genau, man half sich untereinander und wenn Mama mal einkaufen war, wusste
sie ihr Kind in guten Händen. 
Es war immer jemand da, der mal aufgepasst hat. 
Sportmöglichkeiten waren in der Nähe, hier Fußball, da konnte man schwimmen
oder Sport machen. In den Ferien gab es Feriencamps, da konnte man während der ganzen Ferienzeit hin gehen und da wurde gemalt, gebastelt, gespielt, es gab keine Langeweile.
Und wie sieht es heute aus?
Die Nachbarn kennen sich kaum,
Spielplätze sind Mangelware, und wenn es einen gibt, ist er verdreckt oder es
laufen „komische Typen“ da rum, so dass man Angst hat, sein Kind alleine
dorthin zuschicken.
Die Kinder müssen von weit entfernten Kindergärten/Schulen
abgeholt werden, dann zum Fußball, zum Geigenunterricht oder zum Ballett
gebracht werden.
Die Generation Taxi Mama ist entstanden. Mütter sind
berufstätig, entweder weil sonst das Geld zum Leben nicht reicht, oder weil sie
alleinerziehend sind. Ein Leben im ständigen Stress.
Wie gesagt, bis zu diesem Kapitel fand ich es noch recht
amüsant. Aber dann ging es eher nüchtern weiter, zwar noch mit einigen
Denkanstößen wie Komasaufen, Killerspiele, Facebookpartys oder auch
Kuschelpädagogik, aber so richtig ansprechend fand ich diese Themen dann auch
nicht.
Die restlichen Kapitel habe ich dann mehr überflogen, was
dann hauptsächlich an den oben genannten Fachausdrücken lag. Für den
alltäglichen Lesegenuss fand ich das Buch jetzt nicht passend, vielleicht eher
etwas für Pädagogen oder Leute, die sich beruflich mit Erziehungsstilen  auseinander setzen. 
Ratschläge sucht man hier vergebens, es handelt sich eher um eine Auflistung, wie sich Erziehung im Gegensatz zu früher gewandelt hat.
Mein Fazit:
Ein Sachbuch für Pädagogen, aber keine Lektüre für ein kurzweiliges Lesevergnügen. 

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